Blasenentzündung

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Blasenentzündungen gehören normalerweise nicht zu den klassischen Wechseljahrsbeschwerden, denn Frauen jeden Alters können an Blasenentzündungen erkranken.

Doch in den Wechseljahren erkranken viele Frauen das erste Mal an einer Blasenentzündung und neigen häufig fortan zu dieser quälenden Erkrankung.

Der Grund für das erstmalige Auftreten von Blasenentzündungen während der Wechseljahre sind vor allem die trockenen Schleimhäute, die typisch für die Wechseljahre sind (siehe Seite 119).

Auch die Blase ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Diese Schleimhaut sorgt dafür, dass die Blase gesund bleibt und der saure Urin nicht das Gewebe der Blase angreifen kann.

Doch wenn die Schleimhaut trockener wird, funktioniert sie auch schlechter und kann ihre Schutzfunktion nur noch eingeschränkt ausüben.

Außerdem werden die Schleimhäute des Genitalbereiches trockener und weniger leistungsfähig, sodass die Darmbakterien sich dort leichter festsetzen und zur Blase wandern können.

Hinzu kommt, dass viele Frauen in den Wechseljahren eine mehr oder weniger ausgeprägte Blasensenkung haben. Die Blase gerät dadurch unter Druck und kann sich oft nicht vollständig entleeren. Die verbleibenden Urinreste reizen die Blasenschleimhaut zusätzlich.

Um Blasenentzündungen vorzubeugen, sollte man immer viel trinken, um die Blase gut durchzuspülen. Außerdem ist es wichtig, die Füße und den Unterleib immer gut warm zu halten.

Zu Beginn einer Blasenentzündung ist es hilfreich, wenn man extrem viel trinkt (3 Liter in 4 Stunden), am besten Blasentee. Außerdem sollte man häufig zur Toilette gehen und sich unbedingt sehr warm halten. Wenn man Glück hat, kann man dadurch die Blasenentzündung im Keim ersticken.

Wichtiger Hinweis: Bei der Behandlung einer Blasenentzündung ist es wichtig zu wissen, dass man nur leichte Blasenentzündungen ohne Antibiotika auskurieren kann. Sobald eine Blasenentzündung schwerer verläuft oder gar Fieber auftritt, muss man unbedingt den Arzt aufsuchen und sich Antibiotika verschreiben lassen. Eine schwere Blasenentzündung kann sich relativ leicht zu einer Nierenbeckenentzündung entwickeln, die im Ernstfall sogar tödliche Folgen haben kann. Mit einer Blasenentzündung ist also nicht zu spaßen.

Schüsslersalze können dazu beitragen, dass man künftig keine Blasenentzündungen mehr bekommt. Wenn eine Blasenentzündung erst einmal akut ist, kann man mit Schüsslersalzen die Beschwerden lindern und den Verlauf verbessern. Als alleinige Behandlung einer akuten Blasenentzündung reichen Schüsslersalze jedoch nicht aus.

Wann zum Arzt: bei starken Beschwerden, Blut im Urin oder Fieber

Schulmedizin: Antibiotika

Heilpflanzen: Bärentraubenblätter, Birke, Hauhechel

Hausmittel: Viel trinken, warmes Fußbad, Wärmflasche

Schüsslersalze-Behandlung:

·         morgens: 2-3 Tabletten Nr. 3 Ferrum Phosphoricum

·         mittags: 2-3 Tabletten Nr. 4 Kalium Chloratum

·         abends: 2-3 Tabletten Nr. 9 Natrium Phosphoricum

Weitere Schüssler-Salze: 12, 16, 21



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